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Programm für Gebäudeinspektionen

Länder mit vorwiegend geringen bis mittleren Einkommen – zu denen auch Bangladesch zählt – sind im Hinblick auf Gebäudebau und –statik mit einigen Herausforderungen konfrontiert. Städte mit einer hohen Bevölkerungsdichte als auch Gebäudebesiedelung sind oftmals durch starken Grundstücksmangel gekennzeichnet. Zudem sind Baumaterialien oftmals begrenzt verfügbar und Bauingenieure nur gering bis schlecht ausgebildet.
Ferner liegen große Flächen Bangladeschs weniger als sechs Meter über dem Meeresspiegel, was dazu führt, dass viele Flüsse und Wasserstraßen stark hochwassergefährdet sind.

Rana-Plaza
Seit dem Rana-Plaza-Einsturz arbeitet Primark im Rahmen des ‚Abkommens über Brandschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesch‘ (ACCORD) mit anderen Modehändlern, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen an der Verbesserung der bautechnischen Grundlagen und Sicherheit der Fabriken in Bangladesch. Ferner hat Primark ein eigenes Programm für gesonderte Überprüfungen der bautechnischen Grundlagen und Sicherheit eingeführt.Im Rahmen des Programms werden Fabriken überprüft und mit Fachwissen und technischem Rat unterstützt, falls korrigierende Baumaßnahmen notwendig sein sollten. 

Unterstützung der Arbeit des Abkommens über Brandschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesch

Primark war einer der ersten internationalen Einzelhändler, die 2013 nach dem Rana-Plaza-Einsturz ACCORD unterzeichneten. Das rechtsverbindliche Abkommen schreibt unter anderem die Überprüfung und Bewertung der Sicherheit von Fabrikgebäude durch ausgebildete Ingenieure vor.

Im Falle einer negativen Überprüfung und Bewertung erhalten die Besitzer der betroffenen Fabriken einen Aktionsplan zur Mängelbeseitigung und sind verpflichtet, die festgestellten Mängel innerhalb einer bestimmten Frist zu beheben. Von der Durchführung dieser Korrekturpläne hängt ab, ob die Fabriken weiterhin mit ACCORD-Mitgliedern zusammenarbeiten können.

Mit der Unterzeichnung des Abkommens übernehmen Textilunternehmen und Einzelhändler ferner die Verantwortung, als sogenannte „Leading Brand“ federführend mit ausgewählten Fabriken zusammenzuarbeiten. „Leading Brands“ haben die Verantwortung als direkter Ansprechpartner bzw. betreuendes Unternehmen die Mängelbehebung in der jeweiligen Fabrik zu gewährleisten. Primark ist in Bangladesch in über 30 Fabriken ‚Leading Brand‘. 

Dafür arbeitet Primark direkt mit Fabrikbesitzern zusammen, bietet technische und inhaltliche Unterstützung bei der Behebung etwaiger Mängel. Zudem fungiert Primark als Berichterstatter an ACCORD sowie deren Mitglieder. 

Ein speziell von Primark eingeführtes Programm zur Prüfung der Gebäudesicherheit

Nach dem Einsturz des Rana-Plaza-Gebäudes ergriff Primark kurzfristige Maßnahmen, um sicherzustellen, dass alle seine Lieferanten in Bangladesch die nötigen Schritte zur Überprüfung und Verbesserung der Gebäudesicherheit einleiten.

Sechs Wochen nach der Katastrophe stellte Primark ein eigenes Programm zur Überprüfung der Gebäudesicherheit auf. Unverzüglich wurden sämtliche Fabriken auf internationale Standards der Gebäudesicherheit überprüft. Wenn Mängel festgestellt worden sind, arbeitete Primark und ein Team von Bauingenieuren des internationalen Ingenieurunternehmens MCS und Mott McDonald eng mit den Fabriken zur Beseitigung der Mängel zusammen.

Heutzutage wird das Primark-Programm zur Prüfung der bautechnischen Sicherheit von Primarks eigenem, staatlich geprüftem Bauingenieur geleitet, der weiterhin vom Mott McDonald-Team unterstützt wird. Die von Primark geforderten Fabrikprüfungen sind umfassend und gründlich und werden in allen Fabriken, die in Bangladesch für Primark produzieren, durchgeführt.

Die Bauingenieure setzen sich mit der Fabrikleitung zusammen und überprüfen gemeinsam mit ihnen bestehende Baupläne und -zeichnungen des Fabrikgebäudes. Anschließend findet eine Gebäudebegehung statt, bei der das Gebäude von innen und außen nach festgelegten Kriterien inspiziert wird. Die Ingenieure schauen dabei nach allem, was möglicherweise auf ein Problem hindeuten könnte. Sie überprüfen das Gebäude z. B. auf Risse und kontrollieren die Position von Säulen und tragenden Konstruktionen.

Die Ingenieure suchen zudem nach Anzeichen, dass Teile der Fabrik möglicherweise erheblichen Mehrbelastungen ausgesetzt werden. Dies könnte beispielsweise auf die Einrichtung eines temporären Zwischenlagers oder auf die Installation von schweren Maschinen wie Waschmaschinen oder Stoffdruckmaschinen im Obergeschoss zurückzuführen sein. Diese Inspektionen werden von einer Reihe von Berechnungen und Tests gestützt, um festzustellen, ob das Gebäude betriebsfähig ist.

Nach der Inspektion liefern die Ingenieure den Fabriken detaillierte und gezielte technische Informationen über notwendige Verbesserungen zur Erfüllung von Primarks Anforderungen. Dann arbeitet das Primark-Team direkt mit den Fabrikbesitzern zusammen und berät sie bei den durchzuführenden Änderungen. Wenn ein Lieferant die Anforderungen nicht erfüllt, wird er von Primark keine weiteren Aufträge erhalten.

Die Arbeit von Primark und seinen Statikexperten bleibt ein integraler Bestandteil von Primarks Zusammenarbeit mit den Lieferanten in Bangladesch.



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