Primark und das britische Ministerium für Internationale Entwicklung schließen Bündnis zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie in Entwicklungsländern

06 Januar 2016

Primark hat den Beginn einer neuen Partnerschaft mit dem britischen Ministerium für Internationale Entwicklung (DFID) zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Beschäftigten in der Bekleidungsindustrie in Entwicklungsländern bekannt gegeben.

In dieser Partnerschaft werden die Präsenz, die Netzwerke und das Fachwissen beider Organisationen kombiniert, um die Gesundheit und das Wohlergehen der Arbeiter vor Ort zu verbessern, die nationale Wirtschaftsentwicklung zu fördern und die Armut in fünf Schlüsselmärkten von Primark, in denen auch das DFID tätig ist, zu lindern: Bangladesch, Pakistan, Burma, Äthiopien und Indien.

Von Schulungsprogrammen zur Gleichstellung der Geschlechter in Bekleidungsfabriken bis hin zur Ausbildung von Krankenschwestern konzentriert sich das Programm vor allem auf die Erzielung positiver Veränderungen für arbeitende Frauen in Entwicklungsländern. Nach der Landwirtschaft ist die Mode- und Textilbranche der zweitgrößte Arbeitgeber in Entwicklungsländern und beschäftigt viele Arbeiterinnen. Forschungen zeigen, dass die Aus- und Weiterbildung dieser Frauen positive Auswirkungen auf deren Familien und die weiteren Gemeinschaften, in denen sie arbeiten, hat.

Die britische Regierung nimmt eine führende Rolle bei den weltweiten Bemühungen zur Verbesserung der Rechte und des Wohlergehens von Mädchen und Frauen ein. Das DFID setzt sich in jedem Bereich seiner internationalen Entwicklungsarbeit für die Verbesserung der Lebensumstände von Mädchen und Frauen ein, von der Ausbildung bis zur Gesundheit von Mutter und Kind, von der persönlichen Sicherheit bis hin zur wirtschaftlichen Eigenständigkeit und politischen Mitbestimmung.

Primark und das DFID arbeiten gemeinsam darauf hin, in drei wichtigen Bereichen tief greifende Veränderungen zu erzielen:

  1. Wirtschaftliche Eigenständigkeit von Frauen – Die Unterstützung der Eigenständigkeit von Fabrikarbeiterinnen in globalen Lieferketten, um die Probleme, mit denen Arbeiterinnen konfrontiert sind, zu verbessern, z. B. Gesundheit, Unterkünfte, Gleichberechtigung, Karriereentwicklung und Fähigkeiten (beruflich und privat). So arbeiten in Bangladesch Primark und das DFID im Rahmen des Programms HERhealth gemeinsam an der Ausbildung von Krankenschwestern.
  2. Marktentwicklung – Die Entwicklung ethischer und nachhaltiger Bekleidungsindustrien in Lieferländern, die zur nationalen Wirtschaftsentwicklung und zur Linderung der Armut beitragen. Primark und das DFID werden gemeinsam Möglichkeiten ermitteln, mit denen ethische und nachhaltige Bekleidungsindustrien in bestehenden und „neuen“ Bezugsmärkten wie Burma und Ostafrika geschaffen werden können.
  3. Katastrophenschutz – Primark und das DFID werden die Erkenntnisse aus der Reaktion auf das Rana-Plaza-Desaster weitergeben; dazu gehört auch die Zusammenarbeit von Primark mit lokalen Partnern in Bangladesch, um die Opfer und ihre Familien kurz- und langfristig zu unterstützen.

Paul Lister, verantwortlich für das Team für ethischen Handel bei Primark, und Desmond Swayne, Staatsminister im DFID, unterzeichneten die Absichtserklärung der beiden Organisationen.

Paul Lister, verantwortlich für das Team für ethischen Handel bei Primark, erklärt:
„Primark ist bestrebt sicherzustellen, dass die Menschen, die unsere Produkte herstellen, unter guten Bedingungen arbeiten, ordentlich behandelt werden und einen angemessenen Lohn erhalten. Deshalb sind aktuell mehr als 60 Mitarbeiter unseres Teams für ethischen Handel in der gesamten Lieferkette tätig, um zu gewährleisten, dass unsere hohen Standards eingehalten werden.“

„Wir wissen, dass wir nicht nur sicherstellen, dass die Rechte der Arbeiter in den Fabriken, mit denen wir zusammenarbeiten, geschützt werden, sondern dass wir auch das Leben der Menschen außerhalb der Fabriken positiv beeinflussen können. Ob es um finanzielle Bildung, gesundheitliche Aufklärung oder die Information der Arbeiter über ihre Rechte geht – wir haben erfahren, dass einfache Initiativen mit lokalen Partnern eine große Wirkung haben können.“

Primark hat mit seinem Team für ethischen Handel während der letzten zehn Jahre darauf hingearbeitet, dass die Arbeiter in seiner globalen Lieferkette in einer ordentlichen und sicheren Arbeitsumgebung arbeiten können. Als Leader und Vorstandsmitglied der Ethical Trading Initiative (ETI) strebt Primark Partnerschaften mit anderen Unternehmen in der Branche an, um die Lebensbedingungen der Menschen, die in der Bekleidungsindustrie der Schwellenmärkte arbeiten, zu verbessern.

Paul Lister ergänzt: „Unsere neue Partnerschaft mit dem DFID ist ein Zeichen der Anerkennung für die spürbare und intensive Arbeit, die wir in unserer gesamten Lieferkette geleistet haben. Doch vor allem wird sie uns helfen, unser Fachwissen und unsere bereits vorhandenen Ressourcen zu nutzen, um den Einfluss unserer Programme zu beschleunigen. Wir sind zuversichtlich, dass wir so noch mehr bewirken können.“

Hinweise an die Herausgeber

Über Primark
Primark wurde 1969 in Dublin gegründet und verfügt mittlerweile über 299 Filialen in Großbritannien, Irland, Europa und den USA.

Wie fast jeder andere Mode-Einzelhändler lässt auch Primark in Ländern wie Bangladesch, Indien, Pakistan und China fertigen. Primark verfügt über einen strengen Verhaltenskodex, mit dem sichergestellt werden soll, dass die Fabriken, mit denen Primark zusammenarbeitet, die Rechte ihrer Mitarbeiter achten. Das Team für ethischen Handel von Primark besteht aus mehr als 60 Personen, die in der gesamten Lieferkette dafür sorgen, dass die Standards von Primark eingehalten werden. Neben der Durchführung von mehr als 2.000 Audits jährlich, um zu überprüfen, ob die Arbeiter ordentlich behandelt werden, ist Primark seit 2006 Mitglied und seit 2011 neben Marks & Spencer und Gap einer der führenden Akteure der Ethical Trading Initiative (ETI).

Primark arbeitet zudem mit lokalen Partnern an der Durchführung von Programmen und Initiativen, mit denen die Menschen, die Primark-Produkte herstellen, unterstützt werden sollen. So arbeitet Primark mit der Organisation Business for Social Responsibility an dem Programm HERhealth, mit dem Frauen in Entwicklungsmärkten gesundheitliche Versorgung und Aufklärung angeboten wird. Im Rahmen des Programms wird in jeder Fabrik eine Gruppe von Frauen als Beraterinnen ausgewählt. Sie absolvieren während der Arbeitszeit verschiedene Schulungen, damit sie wiederum andere Frauen informieren können. Das DFID arbeitet aktuell mit beiden Organisationen bei der Ausbildung von Krankenschwestern in Fabriken in Bangladesch zusammen, damit das Projekt eine noch größere Wirkung entfalten kann. Im Rahmen der Initiative HERHealth wurden allein in Bangladesch, China, Indien und Myanmar mehr als 800 Beraterinnen ausgebildet, die 19.000 Arbeiterinnen erreichen.

Über das DFID
Das britische Ministerium für Internationale Entwicklung (DFID) ist für den Kampf gegen extreme Armut zuständig. Durch die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Erschließung des Potenzials von Mädchen und Frauen und die Rettung von Menschenleben im Falle humanitärer Katastrophen wird der Hilfsbedürftigkeit ein Ende gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gov.uk/dfid.

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