Primark bringt erste Produkte aus seinem Förderprogramm für nachhaltige Baumwolle in die Läden

09 August 2017

Primark bringt seine ersten Produkte aus nachhaltiger Baumwolle auf den Markt. Die Baumwolle für sechzehn verschiedene Damen-Pyjamas stammt künftig direkt von den indischen Farmerinnen, die an Primarks Förderprogramm für nachhaltige Baumwolle teilnehmen. Diese Pyjamas für Damen werden in allen Primark-Filialen erhältlich sein im Zuge dessen, dass nachhaltige Baumwolle zukünftig zu einer festen Größe in den Filialen von Primark wird. Damen-Pyjamas zählen zu den meistverkauften Produkten von Primark. Daher ist dies ein wichtiger Schritt für die Marke, um ihr langfristiges Ziel zu erreichen, dass sämtliche Baumwolle innerhalb der Lieferkette von Primark aus nachhaltigem Anbau bezogen wird.

Primark arbeitet seit 2013 mit den Agrarexperten CottonConnect und der Self-Employed Women’s Association (SEWA) zusammen, um Farmerinnen in Indien, einem wichtigem Beschaffungsland für Primark, in nachhaltigen Landwirtschaftsmethoden zu schulen. Primark startete das Programm mit dem Ziel, Produkte aus nachhaltiger Baumwolle einzuführen. Nach einem erfolgreich verlaufenen Versuch, die Baumwolle in der gesamten Lieferkette in Indien einzusetzen, ist Primark nun in der Lage, nachhaltige Baumwolle in einer der meistverkauften Produktlinien für Damen einzuführen.

Die Pyjamas werden mit 7 Euro pro Set zum gleichen Preis verkauft wie Pyjamas aus regulärer Baumwolle, da Primark weiterhin tolle Mode zu günstigen Preisen bieten wird. Alle Pyjamas sind deutlich gekennzeichnet. So ist leicht ersichtlich, welche Kleider aus nachhaltiger Baumwolle sind.

Bisher haben mehr als 6.000 Farmerinnen eine Weiterbildung im Rahmen von Primarks Förderprogramm für nachhaltige Baumwolle absolviert oder durchlaufen sie gerade. Das Programm vermittelt nachhaltige Anbaumethoden, um die Auswirkungen für die Umwelt zu minimieren und ihre Existenzgrundlage durch ein erhöhtes Einkommen zu verbessern. Die Farmerinnen erlernen dabei die jeweils für ihre spezifischen Flächen am besten geeigneten Anbaumethoden. Dies reicht von der Auswahl des Saatgutes und der Aussaat über die Bodenbewirtschaftung, Wasserwirtschaft, dem Umgang mit Pestiziden und der Schädlingsbekämpfung bis zur Kommissionierung, Faserqualität, Sortierung und sachgemäßen Lagerung der geernteten Baumwolle.

Die Resultate aus der ersten Runde des Programmes mit 1.251 Farmerinnen in den Jahren von 2013 bis 2016 zeigen, dass die Investition in Baumwollfarmerinnen für Frauen, ihre Familien und die beteiligten Gemeinden in Indien erhebliche Verbesserungen erzielen kann. Durch einen niedrigeren Einsatz von Wasser und Chemikalien verbesserten die teilnehmenden Farmerinnen einen höheren Baumwollertrag und eine durchschnittliche Gewinnsteigerung um mehr als 200 Prozent.

Katharine Stewart, verantwortlich für ethischen Handel und Nachhaltigkeit bei Primark: „Unser langfristiges Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass die gesamte Baumwolle, die wir verwenden, aus nachhaltigem Anbau stammt. Auch wenn es keine einheitliche Definition von nachhaltiger Baumwolle gibt, bedeutet das für uns, die Auswirkungen der Baumwollproduktion auf die Umwelt zu reduzieren, die Existenzgrundlage der Farmer zu verbessern und gleichzeitig unseren Kunden weiterhin hochwertige Ware zu einem guten Preis zu bieten.“

„In Ländern wie Indien gibt es inzwischen konzertierte Anstrengungen, um das Auskommen von Menschen in ländlichen Gebieten zu verbessern. Wie andere Einzelhändler auch konzentrieren wir uns dabei auf Baumwollfarmer, die im ländlichen Indien arbeiten, um die wichtigste Textilfaser für unsere Lieferanten zu produzieren. Allerdings kann es angesichts der großen Mengen an Baumwolle, die auf kleinen Farmen angebaut wird, schwierig sein, diese über die gesamte Lieferkette zu kontrollieren. Wir wollten mehr über eine nachhaltige Baumwollproduktion erfahren und haben dafür gezielt eine Region gewählt, die von unseren eigenen Lieferanten genutzt wurde. Durch unsere Partnerschaft mit CottonConnect und SEWA konnten wir das Leben der Farmerinnen und ihrer Familien sowie der lokalen Gemeinschaften spürbar verbessern. Es ist besonders interessant für uns, dass wir diese Baumwolle über die gesamte Lieferkette hinweg verfolgen können und daher wissen, dass sie aus nachhaltigen Quellen. Dies ist ein erster Schritt auf dem Weg zur Erreichung unseres langfristigen Ziels, aber ein wichtiger."

Steve Lawton, Trading Director bei Primark: „Das ist ein wirklich aufregender Moment für uns alle bei Primark. Die Pyjamas gehören zu unseren beliebtesten Produkten. Wir haben uns deshalb für eine unserer wichtigsten Produktlinien entschieden, weil wir es wirklich ernst damit meinen, nachhaltige Baumwolle in unserem Geschäft zu etablieren.“

„Unsere Kunden sollten nicht mehr für nachhaltige Baumwolle bezahlen. Ab dieser Woche gibt es zu exakt den günstigen Preisen, die unsere Kunden kennen und lieben, eine Auswahl an verschiedenen Designs in unseren Stores. Wir werden das Angebot im Verlauf der kommenden Monate ausbauen.“

Über das Primark Sustainable Cotton Programme

Indien ist ein wichtiges Lieferland für Baumwolle, die für Kleidungsstücke von Primark verwendet wird. Sie wird oft auf kleinen Farmen angebaut, wo Frauen eine entscheidende Rolle spielen. Zahlen des International Trade Centre zeigen, dass Frauen für 70 Prozent des Baumwollanbaus und 90 Prozent der Ernte verantwortlich sind. 1 Oft sind die Kenntnisse über neue umweltfreundliche Anbaumethoden in Ländern wie Indien begrenzt. Vor allem Frauen werden viel zu selten unterstützt und haben oft nur wenig oder gar keinen Zugang zu formaler Ausbildung.

Die an dem Programm teilnehmenden Farmer erzielten signifikante Ergebnisse. Im dritten Jahr des Programms erreichten sie:

  • Eine durchschnittliche Gewinnsteigerung von 247 Prozent
  • Eine Verringerung der Investitionskosten um 19,2 Prozent, zum Beispiel durch einen geringeren Einsatz von chemischen Pestiziden und Dünger, Sammelkäufe von Saatgut, und eine Verringerung der zusätzlichen Arbeitskosten.
  • Eine Reduzierung des Einsatzes von chemischen Düngern um 40 Prozent und eine Reduktion der Verwendung chemischer Pestizide um 44 Prozent. Dies ist ein Hinweis darauf, dass umweltverträgliche landwirtschaftliche Methoden angenommen werden.
  • Eine Senkung des Wasserverbrauchs um 10 Prozent, was auf nachhaltige Praktiken einer effizienten Wassernutzung schließen lässt

Im Jahr 2016 wurde angekündigt, dass weitere 10.000 Frauen über einen Zeitraum von sechs Jahren in nachhaltiger Landwirtschaft geschult werden sollen. Insgesamt wurden im Rahmen des Programms bisher bereits mehr als 6.000 Farmer geschult oder nehmen derzeit an der Schulung teil.

ENDE


1 Women in Cotton: Results of a Global Survey, Technical Paper 2011 Erhältlich unter: http://www.intracen.org/uploadedFiles/intracenorg/Content/Exporters/Sectors/Food_and_agri_business/Cotton/AssetPDF/Women%20in%20cotton%20-%209%2011%2011%20FINAL.pdf


Über CottonConnect

CottonConnect wurde im Jahr 2009 gegründet und zielt darauf ab, einen marktgetriebenen Ansatz zu verfolgen, der den Einzelhändlern und Marken sowie den Landwirten Möglichkeiten bietet, gleichzeitig die wirtschaftlichen Möglichkeiten auszuweiten, die Armut zu verringern und die Umwelt zu schützen. Weitere Informationen finden Sie unter www.cottonconnect.org.

About the Self-Employed Women’s Association (SEWA)

SEWA ist eine 1972 registrierte Gewerkschaft für selbständige Arbeiterinnen, die ihren Lebensunterhalt durch ihre eigene Arbeitskraft oder ihr eigenes Kleinunternehmen verdienen. Weitere Informationen finden Sie unter www.sewa.org.

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