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UNTERSTÜTZUNG VON FABRIKEN BEI DER EINHALTUNG INTERNATIONALER STANDARDS

Das Primark-Team für ethischen Handel und ökologische Nachhaltigkeit arbeitet Hand in Hand mit Lieferanten, Fabriken und Partnern vor Ort für Programme zusammen, die den Fabriken helfen, sich mit wichtigen Themen vor Ort zu befassen. Wir sind der Meinung, dass das Management und Arbeitnehmer der Fabriken die erwarteten Standards umso besser umsetzen können, je mehr sie darüber wissen und verstehen, warum dies für uns wichtig ist. Dies kann zum Beispiel in regelmäßigen Treffen vor Ort besprochen werden, oder auch durch Schulungsprogramme und interaktive Rollenspiele. Jedes Jahr führen wir durchschnittlich über 7.000 Schulungsstunden durch.

ZUSAMMENARBEIT MIT DEM FABRIKMANAGEMENT

Im Mittelpunkt unserer Zusammenarbeit mit den Geschäftsleitungen in den Fabriken steht ein klarer und offener Dialog über die von uns erwarteten Standards.

Unser Team für ethischen Handel und ökologische Nachhaltigkeit investiert Zeit in Begegnungen mit den Geschäftsleitungen der Fabriken, um sicherzustellen, dass sie die einzelnen Bestimmungen, die in unserem Verhaltenskodex dargelegt sind, verstehen und was von ihnen erwartet wird. So erklären wir ihnen etwa, warum sie vollständige Personalunterlagen führen oder Brandalarme in allen Teilen des Gebäudes haben müssen. Diese Art von Unterweisung findet häufig im Rahmen von persönlichen Gesprächen vor Ort statt. Manchmal jedoch halten wir es für besser, diese Art von Informationen an eine Reihe von Fabriken gleichzeitig zu vermitteln.

Daher führen wir externe Workshops durch, um Schulungsmaßnahmen und Unterstützung zu relevanten Themen anzubieten. Diese Workshops bieten Fabriken und Lieferanten die Gelegenheit, in einem externen Umfeld, abseits von den täglichen Abläufen in der Fabrik, gegenseitig voneinander zu lernen. Das Format richtet sich danach, was für die Teilnehmer am besten funktioniert. So führen wir in der Türkei zum Beispiel üblicherweise komplette eintägige Workshops durch, bei denen eine Reihe verschiedener Aspekte behandelt werden. Diese können Themen, wie einen Schwerpunkt auf einzelnen Klauseln unseres Verhaltenskodexes, einen Überblick über neue Gesetzgebung, wie zum Beispiel das britische Gesetz gegen moderne Sklaverei (UK Modern Slavery Act), eine Nachschulung über Brandschutz oder auch sogar, wie man sich für ein mögliches Erdbeben vorsieht, beinhalten.

Die Workshops werden üblicherweise von einem Mitglied des Primark-Teams für ethischen Handel und ökologische Nachhaltigkeit durchgeführt, doch wir arbeiten auch mit anderen Expertenorganisationen zusammen. So haben wir uns in Südostasien beispielsweise dem „Better Work“-Programm, einer Zusammenarbeit zwischen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) der Vereinten Nationen und von der International Finance Corporation (IFC), einem Mitglied der Weltbank-Gruppe, angeschlossen. Ziel des Programms ist ein Zusammenschluss verschiedener Gruppen innerhalb der Textilbranche, um Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in den Fabriken herbeizuführen und die Wahrung der Arbeitnehmerrechte zu fördern. An diesem Programm sind derzeit über 120 Fabriken, die Produkte für Primark herstellen, beteiligt. Bei diesem Programm geht es nicht nur um Bewertungen einer jeden Fabrik in Bezug auf deren Niveau der Einhaltung der internationalen Standards auf dem Gebiet der Arbeitnehmerrechte und Arbeitsbedingungen; darüber hinaus bietet das „Better Work“-Programm den Fabriken auch praktische Unterstützung an, um den Arbeitnehmern und den Arbeitgebern zu helfen, mögliche identifizierte Probleme zu beheben. Im Rahmen der Beteiligung am „Better Work“-Programm erhält jede Fabrik Unterstützung und Orientierungshilfen von einer zentralen Organisation. Dieses ist ein wirksamer Anatz, da auf diese Weise vermieden wird, dass eine Fabrik zahlreichen Initiativen, die von jedem der Markenhersteller oder Einzelhandelsunternehmen, für die sie produziert, geführt werden, beitritt.

Wo Fabriken, die Produkte für uns herstellen, über ein weites geographisches Gebiet, wie zum Beispiel in China, verteilt sind, haben wir in ein e-Learning-Portal investiert, um den Fabriken Informationen und Hilfsmittel direkt zugänglich zu machen. Wir bieten über 20 verschiedene interaktive Schulungskurse – über den Primark-Verhaltenskodex bis hin zu Einstellungsverfahren – an..

Darüber hinaus erproben wir auch kontinuierlich neue Ansätze, um die Fabriken bei der Umsetzung konstanter Verbesserungen zu unterstützen. So kooperieren wir in Südindien beispielsweise mit der lokalen Nichtregierungsorganisation ASK (Association for Stimulating Know-How) und der Organisation Verité aus den USA zur Umsetzung des „Fair Hiring Fair Labour“-Programms. Dieses Programm stellt den Fabriken ein Toolkit bereit, um sie bei der Verbesserung ihrer Einstellungsverfahren zu unterstützen.

UNTERSTÜTZUNG DER ARBEITNEHMER IN DEN FABRIKEN

Wir sind der Überzeugung, dass wenn wir die Arbeiter in den Fabriken dabei unterstützen zu verstehen, was sie von ihrem Arbeitgeber erwarten können und sollten, sie besser in der Lage sind, für sich einzustehen, und so zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Fabriken beitragen.

Daher führen wir eine Reihe von Programmen durch, die gemeinsam mit Arbeitern für Arbeiter entwickelt worden sind. So haben wir in Bangladesch, China und Südindien beispielsweise herausgefunden, dass die Verwendung von Bildern eine wirksame Methode sein kann, um die verschiedenen Bestandteile unseres Verhaltenskodexes für die Arbeiter in den dortigen Fabriken lebendig zu vermitteln. Wir haben mit Partnern vor Ort zusammengearbeitet, um Poster zu Arbeitnehmerrechten zu kreieren, die den Kodex veranschaulichen und den Arbeitern der beteiligten Fabriken helfen, diesen besser zu verstehen.

Darüber hinaus führen wir zwei weitere Programme in Bangladesch durch. Wir haben als Partner mit der Nichtregierungsorganisation SHEVA zur Umsetzung unseres Brandschutzprojekts zusammengearbeitet. Im Rahmen dieses Programms werden Fabrikbrandschutzbeauftragte ausgebildet, die wiederum ihre Kollegen effektiv unterweisen können. Dies beinhaltet eine DVD zum Thema Brandschutz und ein Info-Blatt sowie in einigen Fabriken auch einen maßgeschneiderten Theaterauftritt. Wir unterstützen auch das ETI Programm zur Verbesserung des Dialogs zwischen Arbeitern und dem Management in den Fabriken. Nach der Gesetzgebung in Bangladesch muss es in jeder Fabrik mit über 50 Arbeitnehmern einen sogenannten Beteiligungsausschuss (ein ‚Participation Committee‘) aus gewählten Vertretern der Arbeitnehmerschaft geben. Das Projekt unterstützt die Fabriken bei der Einrichtung dieser Komitees und hilft auch zu gewährleisten, dass die in diesen Komitees vertretenen Arbeitnehmer von der Belegschaft gewählt werden und effektiv fähig sind, zwischen der Belegschaft und dem Management zu vermitteln.

In Indien haben wir uns an der Initiative ‚Drawing the Line’, einer Partnerschaft mit zwei indischen Nichtregierungsorganisationen (Women Win und der Naz Foundation), beteiligt. Ziel dieses Programms ist es, Arbeiterinnen auf kreativen Art zu engagieren, sich für die Belange in den Fabriken einzusetzen, die ihnen besonders wichtig sind. Wir unterstützen die Fabriken nicht nur darin, die von Primark erwarteten Standards zu verstehen und umzusetzen, sondern führen auch eine Reihe von Bildungsprogrammen für Arbeiter und Fabriken durch, welche insgesamt auf eine Verbesserung der Bedingungen in der Bekleidungs- und Textilindustrie abzielen.

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SO MACHEN WIR DAS

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