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Zeitleiste der Unterstützung

Zeitachse der Primark-Unterstützung nach dem Einsturz des Rana Plaza-Gebäudes in Bangladesch, 2013


24. April
2013

Einsturz des Rana Plaza-Gebäudes

Am 24. April 2013 stützte in Savar, in der Nähe der bangladeschischen Hauptstadt Dhaka, das Rana Plaza-Gebäude ein. In Rana Plaza waren fünf Bekleidungsfabriken untergebracht, die Kleidung für ca. 28 Marken herstellten. New Wave Bottoms, einer von Primarks Lieferanten, hatte seine Fabrik im zweiten Stock des achtstöckigen Gebäudes.

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April – Mai
2013

Unterstützung der Betroffenen unmittelbar nach der Katastrophe

Primark war eines der ersten Textilunternehmen, die bestätigten, dass sich einer ihrer Lieferanten im Rana Plaza-Gebäude befand. Das Team für ethischen Handel und ökologische Nachhaltigkeit (Ethical Trading and Environmental Sustainability) in Bangladesch arbeitete mit lokalen Partnern zusammen, um Nahrungsmittelsoforthilfe für 1.265 Haushalte bereitzustellen und die Betroffenen und ihre Familien finanziell zu unterstützen. Die Unterstützung erfolgte unabhängig davon, ob die Betroffenen für den Primark-Lieferanten New Wave Bottoms gearbeitet hatten oder nicht. Außerdem wurde eine Notrufnummer eingerichtet, die rund um die Uhr erreichbar war. Primarks Direktorin für ethischen Handel war ebenfalls vor Ort, um die Hilfeleistung zu begleiten.

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Mai
2013

Unterzeichnung des Abkommens über Brandschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesch

Primark war einer der ersten internationalen Einzelhändler, die 2013 nach dem Rana-Plaza-Einsturz ACCORD unterzeichneten. ACCORD brachte über 220 Bekleidungsunternehmen, Einzelhändler, internationale und lokale Gewerkschaften und nichtstaatliche Organisationen an einen Tisch. Die unabhängige, rechtsverbindliche Vereinbarung zwischen den Unternehmen und Gewerkschaften es ermöglichen, in Bangladesch auf eine sichere Bekleidungsindustrie hinzuarbeiten. Bei dem Abkommen wurde ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, durch Inspektionen, Sanierungen und Schulungen eine Verbesserung der baulichen und elektrischen Sicherheit der Fabriken zu erreichen.

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Juni
2013

Einrichtung eines eigenen Programms zur Prüfung der Gebäudesicherheit in Bangladesch

Sechs Wochen nach der Katastrophe stellte Primark ein eigenes Programm zur Überprüfung der Gebäudesicherheit auf. Unverzüglich wurden sämtliche Fabriken auf internationale Standards der Gebäudesicherheit überprüft. Wenn Mängel festgestellt worden sind, arbeitete Primark und ein Team von Bauingenieuren des internationalen Ingenieurunternehmens MCS und Mott McDonald eng mit den Fabriken zur Beseitigung der Mängel zusammen. Heutzutage wird das Primark-Programm zur Prüfung der bautechnischen Sicherheit von Primarks eigenem, staatlich geprüftem Bauingenieur geleitet, der weiterhin vom Mott McDonald-Team unterstützt wird. Die von Primark geforderten Fabrikprüfungen sind umfassend und gründlich und werden in allen Fabriken, die in Bangladesch für Primark produzieren, durchgeführt.

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Juni
2013

Partnerschaftsabkommen zur finanziellen Unterstützung sowie ein langfristiges Entschädigungsprogramm

Im Sommer 2013 unterzeichneten Primark und die Universität von Dhaka ein Partnerschaftsabkommen, durch das eine langfristige finanzielle Unterstützung für die Betroffenen des Unglücks und ihre Angehörigen gewährleistet werden konnte. Dank des Fachwissens und des lokalen Knowhows der Universität erwies sich die Zusammenarbeit als äußerst gewinnbringend. Im Rahmen der Partnerschaft wurden Informationen über die Beschäftigten gesammelt und Bedarfsanalysen sowie medizinische Beurteilungen durchgeführt. Primark sorgte in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern während des gesamten Zeitraums für ein umfassendes Betreuungsverhältnis, insbesondere für die vom Unglück besonders betroffenen Beschäftigten.

Zudem wurde eine rund um die Uhr erreichbare Notrufnummer für die Opfer und deren Angehörige eingerichtet, sodass eine vereinfachte Kontaktaufnahme möglich war. Die Notrufnummer existiert auch heute noch und ist dauerhaft erreichbar.

Im September 2013 fand in Genf das erste gemeinsame Treffen mit weiteren Textil- und Modehändlern statt, die Waren aus den Rana Plaza Fabriken bezogen hatten. Im Rahmen dieses Treffens, sowie weiterer Treffen wurde über die langfristige Entschädigung der Fabrikarbeiter beraten.

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Juni
2013

Auftakt für kurzfristige Finanzhilfezahlungen

3.621 Beschäftigte und ihre Familien bekamen kurzfristige finanzielle Unterstützung in Höhe von neun Monatsgehältern ausgezahlt. Die Zahlungen wurden über das Mobile Banking-System bKash getätigt, welches eine schnelle und sichere Zahlung ermöglicht. Da die Empfänger für die Zahlungen jedoch Mobiltelefone benötigten, organisierte Primark zudem für Empfänger ohne Mobiltelefon ein entsprechendes Gerät. Die Zahlungen erfolgten unabhängig davon ob die Betroffenen bei New Wave Bottoms beschäftigt waren. Sie wurden auf Basis einer umfangreichen Datenbank aller Beschäftigten, die zum Zeitpunkt des Einsturzes im Rana Plaza Gebäude anwesend waren, organisiert. Diese Datenbank wurde zudem mit der Internationalen Arbeitsorganisation geteilt. Im Juni und Juli 2013 wurde jeweils eine Zahlung geleistet. Weitere Teilzahlungen erfolgten im September und Oktober.

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März
2014

Startschuss für langfristige Entschädigungszahlungen

Basierend auf den Bedarfsanalysen der Beschäftigten und ihrer Familienangehörigen, startete Primark langfristige Entschädigungszahlungen an die Beschäftigten von New Wave Bottoms, der Fabrik von Primarks Lieferanten. Die Höhe der ausgezahlten Entschädigungen wurde mithilfe eines Entschädigungsplans berechnet, der in Zusammenarbeit mit der Universität von Dhaka sowie der Internationalen Arbeitsorganisation erstellt worden ist. Entscheidend war hierbei zudem der Grad der medizinischen Verletzungen.

Von den 14 Mio. Dollar, die Primark nach der Katastrophe spendete, flossen 11 Mio. Dollar in Form von langfristigen Zahlungen an 672 Betroffene. Zudem spendete Primark 1 Mio. Dollar an den Rana Plaza Donors Trust Fund, den Entschädigungsplan der Internationalen Arbeitsorganisation. Dieser versorgte Beschäftigte von Wettbewerbern.

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November
2014

Veranstaltungsreihe zum Umgang mit Entschädigungszahlungen

Im November 2014 startete Primark in Zusammenarbeit mit der BRAC Bank der bangladeschischen Nichtregierungsorganisation SHEVA und der Universität von Dhaka eine Veranstaltungsreihe 751 Personen nahmen innerhalb von 23 Tagen an der Reihe teil und wurden darüber beraten, wie sie ihr Geld kontrollieren, verwalten und investieren können. Die Teilnehmer bekamen Unterstützung der Eröffnung von Bankkonten, wurden über Sparkonten informiert und bekamen ggf. Hilfe beim Grundstückskauf.

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März
2015

Einführung des fortlaufenden Förderprogramms ‚Pashe Achi‘

Auch heute noch erhalten die Betroffenen und andere Beschäftigte von New Wave Bottoms, die von der Katastrophe betroffen waren, weiterhin nicht-finanzielle Unterstützung über das Pashe Achi-Projekt von Primark. Das Programm ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit dem ‚Institute of Disaster Management and Vulnerability‘ an der Universität von Dhaka und anderen Experten. Pashe Achi, was auf Bengalisch ‚an Deiner Seite‘ bedeutet, wurde 2015 von Primark gegründet, um den Betroffenen fortlaufende Unterstützung und Beratung zu bieten. Das Projekt zielt darauf ab, bei den Betroffenen das Vertrauen und Wissen aufzubauen, um ihre finanzielle Entschädigung langfristig verwalten können.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Kindern der Opfer; diese werden mindestens bis zum Alter von 18 Jahren regelmäßig besucht, um ihre Entwicklung zu begleiten. Durch regelmäßige Gespräche und eine Notrufnummer, die rund um die Uhr erreichbar ist, werden die Projektteilnehmer auch darüber beraten, wie sie Gesundheitsleistungen und Rechtsbeistand in Anspruch nehmen können.

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Juni
2017

Unterzeichnung der Novellierung des Bangladesch-Abkommens 2018

Im Juni 2017 unterzeichnete Primark die Novellierung des ‚Abkommens über Brandschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesch‘ (ACCORD) und bekräftigte damit abermals seine Bereitschaft, gemeinsam mit anderen Textil- und Modehändlern, Fabrikbesitzern, nichtstaatlichen Organisationen und der Regierung von Bangladesch, nachhaltige positive Veränderungen in der bangladeschischen Bekleidungsindustrie herbeiführen zu wollen. Nach Ablauf des bestehenden Abkommens im Mai 2018 tritt das neue Abkommen in Kraft.

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