Verhaltenskodex

Unser Verhaltenskodex legt die Grundsätze fest, nach denen Lieferanten und Fabriken sich richten müssen, um sicherzustellen, dass die Produkte unter guten Arbeitsbedingungen hergestellt werden und dass die Arbeiter eine ordentliche Behandlung und einen angemessenen Lohn erhalten.  Der Kodex basiert auf dem Grundkodex der Ethical Trading Initiative, der seinerseits auf den Konventionen der International Labour Organisation beruht und ein international anerkannter Kodex für Arbeitspraktiken ist.

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1. BESCHÄFTIGUNG IST FREIWILLIG GEWÄHLT.

1.1 Es wird keine erzwungene oder unfreiwillige Arbeit jeglicher Art, darunter in Schuldknechtschaft, durch Menschenhandel oder mit Gefängnisarbeit erbrachte Arbeit, eingesetzt.

1.2 Arbeiter sind nicht verpflichtet, ihrem Arbeitgeber eine Kaution oder Ausweispapiere zu hinterlegen, und können ihren Arbeitgeber nach einer angemessenen Kündigungsfrist verlassen.

 

2. DIE VEREINIGUNGSFREIHEIT UND DAS RECHT AUS KOLLEKTIVVERHANDLUNGEN WERDEN GEACHTET.

2.1 Alle Arbeiter haben das Recht, Gewerkschaften ihrer Wahl zu gründen oder beizutreten sowie Kollektivverhandlungen zu führen.

2.2 Der Arbeitgeber ist offen gegenüber den Aktivitäten von Gewerkschaften und ihrer Organisationsarbeit.

2.3 Arbeitervertreter werden nicht diskriminiert und haben die Möglichkeit, ihre Vertretungsfunktion am Arbeitsplatz auszuüben.

2.4 Wo das Recht auf Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen gesetzlich eingeschränkt ist, ermöglicht der Arbeitgeber – und verhindert nicht – die Entwicklung paralleler Arten der unabhängigen und freien Vereinigung und Verhandlung.

 

3. ARBEITSBEDINGUNGEN SIND SICHER UND HYGIENISCH.

3.1 Eine sichere und hygienische Arbeitsumgebung wird gewährt, auch mit Blick auf das vorherrschende Wissen der Industrie und möglicher spezifischer Gefahren. Angemessene Vorkehrungen werden getroffen, um Unfällen und Gesundheitsgefährdungen vorzubeugen, die aus der Arbeit entstehen, mit ihr verbunden sind oder in ihrem Verlauf auftreten können. Hierfür werden die der Arbeitsumgebung innewohnenden Gefahrenherde, soweit unter vertretbarem Aufwand möglich, minimiert.

3.2 Arbeiter erhalten regelmäßige, dokumentierte Schulungen in Gesundheit und Sicherheit. Diese Schulungen werden für neue oder neu zugeteilte Arbeiter wiederholt.

3.3 Zugang zu sauberen Toilettenanlagen und zu Trinkwasser sowie, wenn angebracht, zu hygienischer Aufbewahrung von Essen wird bereitgestellt.

3.4 Wenn eine Unterkunft gestellt wird, ist diese sauber, sicher und deckt den Grundbedarf der Arbeiter.

3.5 Das Unternehmen, das diesen Kodex anwendet, ernennt einen verantwortlichen Senior Manager für Gesundheit und Sicherheit.

 

4. UMWELTANFORDERUNGEN.

4.1 Primark möchte sein Engagement für die Umwelt mit Lieferanten teilen, deren Praktiken im Einklang mit anwendbaren Umweltstandards stehen.

 

5. KEINE KINDERARBEIT.

5.1 Es werden keine Kinder zu Arbeitszwecken eingestellt.

5.2 Unternehmen entwickeln, unterstützen und beteiligen sich an Maßnahmen und Programmen, die gewährleisten, dass Kinder, eine qualitativ gute Ausbildung bekommen und diese absolvieren können, bis sie erwachsen sind. „Kind“ und „Kinderarbeit“ sind im Anhang definiert.

5.3 Kinder und junge Menschen unter 18 werden nicht nachts oder unter gefährlichen Bedingungen beschäftigt.

5.4 Diese Prinzipien und Verfahren stehen im Einklang mit den Regelungen der relevanten ILO Standards.

 

6. ES WERDEN EXISTENZSICHERNDE LÖHNE GEZAHLT.

6.1 Löhne und Zulagen, die für eine Standard-Arbeitswoche gezahlt werden, entsprechen mindestens den nationalen Rechtsnormen oder industriellen Vergleichsstandards, je nachdem welche höher sind. Auf jeden Fall sollten Löhne stets hoch genug sein, um den Grundbedarf zu decken und darüber hinaus den Verdienst zu sichern.

6.2 Alle Arbeiter erhalten schriftliche und verständliche Informationen über ihre Beschäftigungsbedingungen in Bezug auf Lohn, bevor sie die Beschäftigung annehmen, sowie über die Bestandteile ihres Lohnes für den entsprechenden Entlohnungszeitraum jedes Mal, wenn sie ihren Lohn erhalten.

6.3 Abzüge vom Lohn als disziplinarische Maßnahme sind nicht erlaubt; Lohnabzüge, die nicht gesetzlich vorgeschrieben sind, werden nicht vorgenommen ohne die ausdrückliche Zustimmung des betroffenen Arbeiters. Alle disziplinarischen Maßnahmen sind aufzuzeichnen.

 

7. ES GIBT KEINE ÜBERMÄSSIGEN ARBEITSZEITEN.

7.1 Arbeitszeiten stehen im Einklang mit nationalen Gesetzen und industriellen Vergleichsstandards, je nachdem welche den größeren Schutz bieten.

7.2 Von Arbeitern wird nicht verlangt, mehr als 48 Stunden pro Woche zu arbeiten. Sie erhalten im Durchschnitt mindestens einen freien Tag pro Zeitraum von 7 Tagen.

7.3 Überstunden werden nur freiwillig geleistet, dürfen 12 Stunden pro Woche nicht überschreiten. Sie werden nicht regelmäßig verlangt und stets mit einem Überstundenzuschlag bezahlt.

 

8. ES WIRD KEINE DISKRIMINIERUNG AUSGEÜBT.

8.1 Es gibt keine Diskriminierung bei Mitarbeiteranwerbung, Bezahlung, Zugang zu Schulungen, Beförderung, Kündigung oder Ruhestand, in Bezug auf Rasse, Kaste, nationale Herkunft, Religion, Alter, Behinderung, Geschlecht, Familienstand, sexuelle Orientierung, gewerkschaftliche Mitgliedschaft oder politisches Bekenntnis.

 

9. ES WIRD REGELMÄSSIGE BESCHÄFTIGUNG GEBOTEN.

9.1 In größtmöglichem Ausmaß wird Arbeit auf der Basis einer anerkannten Arbeitsbeziehung ausgeübt, die auf nationalen Gesetzen und Praktiken beruht.

9.2 Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus arbeits- oder sozialrechtlichen Bestimmungen oder aus Regulierungen, die für regelmäßige Anstellungsverhältnisse gelten, werden nicht umgangen, indem man Zeitarbeiter, Subunternehmer oder Heimarbeiter einsetzt, oder durch Praktikantenstellen ohne echte Intention der Wissensvermittlung oder eventueller Übernahme in regelmäßige Anstellung. Diese Verpflichtungen werden auch nicht durch den übermäßigen Einsatz befristeter Arbeitsverhältnisse umgangen.

 

10. GROBE ODER UNMENSCHLICHE BEHANDLUNG IST NICHT ERLAUBT

10.1 Körperlicher Missbrauch oder Disziplinierung, die Androhung körperlichen Missbrauchs, sexuelle oder andere Belästigung, Beleidigung sowie andere Formen der Einschüchterung sind verboten.

 

11. RECHTLICHE ANFORDERUNGEN.

11.1 Primark verpflichtet sich zur vollumfänglichen Einhaltung der Gesetze und Regulierungen an jedem Beschaffungsort, an dem Primark Geschäfte betreibt, und wird wissend nicht gegen diese Gesetze oder Regulierungen verstoßen.

11.2 Primark wird wissend nicht mit Lieferanten arbeiten, die gegen geltende Gesetze und Regulierungen verstoßen.

 

12. BESTECHUNG ODER KORRUPTION WIRD NICHT TOLERIERT.

12.1 Das Abgebot, die Zahlung, oder die Annahme von Bestechungsgeldern oder Rückvergütungen, inklusive Gefälligkeitszahlungen, ist streng verboten. Eine Bestechung umfasst das Geben oder Anbieten von JEGLICHER Form von Geschenk, Entgelt, Belohnung oder Vorteil an jemanden in Unternehmen oder Regierungsbehörden mit dem Ziel, einen geschäftlichen Vorteil zu erhalten oder eine Unkorrektheit seitens des Empfängers zu veranlassen oder zu belohnen, bwz. wenn der Empfänger das Angebotene nicht annehmen dürfte. Bestechung findet auch statt, wenn Angebot oder Übergabe durch einen Dritten erfolgt, zum Beispiel einen Beauftragten, Vertreter oder Mittelsmann.

Im Folgenden sind einige Beispiele für Bestechung aufgeführt, wobei die Liste nicht erschöpfend ist:

  • Geschenke oder Reisekosten.
  • Unentgeltliche Nutzung von Firmendiensten, -anlagen oder-eigentum;
  • Bargeldzahlungen.
  • Kredite, Bürgschaften oder andere Darlehen.
  • Gewähren eines Vorteils, wie Ausbildungsstipendien oder medizinische Leistungen, an ein Familienmitglied eines potenziellen Kunden öffentlicher Person oder Regierungsvertreters.
  • Einen Untervertrag an jemanden vergeben, der mit jemandem verbunden ist, der in die Vergabe des Hauptvertrags involviert ist.
  • Ein lokales Unternehmen beauftragen, das einem Familienmitglied eines potenziellen Kunden öffentlicher Person oder Regierungsvertreters gehört.

12.2 Schmiergeldzahlungen sind kleine Zahlungen oder Gebühren, die von Vertretern staatlicher Stellen verlangt werden, um die Durchführung einer staatlichen Routinehandlung (wie etwa die Erteilung eines Visums oder die Zollabfertigung) zu beschleunigen oder zu erleichtern. Derartige Zahlungen sind streng verboten.

12.3 Lieferanten, Vertreter und deren Mitarbeiter müssen alle geltenden Anti-Bestechungs- und Korruptionsgesetze einhalten. Es gibt keine Anti Korruptionsgesetze, oder sind die geltenden Gesetze schwächer sind als die Standards des UK Bribery Act 2010, müssen Lieferanten, Vertreter und deren Mitarbeiter den UK Bribery Act 2010 einhalten.

12.4 Lieferanten und Vertreter müssen Anti-Korruptions Mechanismen implementiert haben, um Mitarbeiter oder Personen, die mit ihrem Geschäft in Verbindung stehen, vor einem Verstoß gegen das Verbot von Bestechung und Korruption zu bewahren. Lieferanten und Vertreter werden diese Verfahren und Vorkehrungen in ihrem Geschäft umsetzen und regelmäßig überprüfen, um sicherzustellen, dass sie richtig funktionieren.

 

13. APPENDIX A – Definitionen

Kind: Eine Person unter 15 Jahren, sofern nicht ein lokales Gesetz zum Mindestalter ein höheres Alter für Erwerbsarbeit oder Schulpflicht vorsieht, in welchem Fall das höhere Alter gilt. Sofern allerdings das lokale Mindestalter auf der Grundlage der Ausnahmen für Entwicklungsländer unter der ILO-Konvention Nr. 138 auf 14 Jahre gesetzt ist, gilt dieses niedrigere Mindestalter.

Junger Mensch: Ein Arbeiter, der älter ist als ein Kind gemäß obenstehender Definition, aber jünger als 18 Jahre.

Kinderarbeit: Arbeit durch ein Kind oder einen jungen Menschen, dessen Alter unter dem Mindestalter gemäß obenstehenden Definitionen liegt, die nicht den Vorschriften der geltenden ILO Standards entspricht, sowie Arbeit, die gefährlich sein kann, im Konflikt mit der Ausbildung des Kindes’s oder jungen Menschen’s stehen kann oder die Gesundheit oder körperliche,’s geistige, seelische, moralische oder soziale Entwicklung des Kindes oder jungen Menschen gefährden kann.

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