Primark bezahlt Zulieferer für ausstehende fertiggestellte Kleidungsstücke und Stoffkosten

Der internationale Modehändler Primark kündigt heute eine weitere umfangreiche Verpflichtung gegenüber seinen Zulieferern an: Primark sagt zu, alle noch ausstehenden fertigen Kleidungsstücke vollständig zu bezahlen und alle Verbindlichkeiten für fertiggestellte Stoffe in Anspruch zu nehmen oder zu bezahlen.

Zuvor hatte Primark bereits zugesagt, alle Aufträge zu bezahlen, die bis zum 17. April fertiggestellt und/oder in Produktion waren und deren Übergabe geplant war, nachdem alle unsere Geschäfte Mitte März geschlossen wurden. So sichert Primark die Bezahlung seiner Zulieferer für alle Kleidungsstücke, die fertig gestellt oder in Produktion waren sowie für alle Stoffkosten, die für Primark-Waren entstanden, bevor die Geschäfte schließen mussten.

Primark wird die Details dieser Verpflichtung in den kommenden Wochen in persönlichen Gesprächen mit seinen Zulieferern besprechen.

Darüber hinaus hat Primark seit der Wiedereröffnung der Geschäfte für die kommenden Saisons Bestellungen im Wert von rund 1,2 Milliarden Pfund aufgegeben, ein höheres Volumen als die am 2. Juli angekündigte 1 Milliarde Pfund. Primark bestätigt auch, dass seine Standard-Zahlungsbedingungen von 30 Tagen weiterhin gelten.

Paul Marchant, CEO von Primark, sagte:

„Covid-19 hatte verheerende Auswirkungen auf unsere gesamte Branche, nicht zuletzt auf unsere Zulieferer. Primark wird in diesem Geschäftsjahr etwa 2 Milliarden Pfund an Umsatz verlieren, und wir verzeichneten einen Mittelabfluss von 800 Millionen Pfund, während die meisten unserer Stores geschlossen waren.

Im März konnten wir nicht absehen, wie lange die Geschäfte geschlossen bleiben würden, und hatten bereits einen Lagerbestand im Wert von etwa 1,5 Milliarden Pfund in Läden, Depots und auf dem Transportweg. Wir mussten schnell eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass wir der Krise standhalten konnten. Dazu gehörte die Stornierung von Aufträgen, was eine der schwierigsten Entscheidungen war, die wir je treffen mussten.

Als wir unsere Kosten senken und einen Zeitplan für die Wiedereröffnung entwickeln konnten, war es unsere Priorität, mehr finanzielle Mittel in die Lieferkette zurückfließen zu lassen. Dazu gehörten die Einrichtung eines Fonds zur Deckung der Lohnkosten und unsere Verpflichtung, im April zusätzliche Warenbestellungen im Wert von 370 Millionen Pfund anzunehmen. Da unsere Geschäfte nun wieder geöffnet haben, konnten wir neue Bestellungen im Wert von 1,2 Milliarden Pfund bei unseren Zulieferern aufgeben.

Wir wissen, dass unsere Entscheidungen für unsere Zulieferer hart waren, da die Kosten für ausstehende Verbindlichkeiten auf sie übergingen. Mit unseren Verpflichtungen stellen wir nun sicher, dass unsere Zulieferer für alle produzierten und fertigen Kleidungsstücke sowie Stoffkosten, die für Primark anfielen, vollständig bezahlt werden. Da unsere Geschäfte jetzt wieder geöffnet sind, können wir neue Aufträge vergeben.

Wir brauchen ein gesundes, florierendes Einzelhandelsumfeld, um eine gesunde, florierende Lieferkette für Bekleidung zu unterstützen. Nur so können wir die Arbeitsplätze der Millionen von Menschen sichern, die in unserer Branche arbeiten.“

Hintergrundinformationen:

Während der gesamten Krise haben wir uns intensiv bemüht, unsere Kosten zu reduzieren und möglichst viele dieser Einsparungen in die Lieferkette zurückfließen zu lassen:

  • Im April hat Primark einen Fonds zur Deckung der Lohnkosten eingerichtet, um sicherzustellen, dass die Beschäftigten so schnell wie möglich für die Arbeit an Primark-Ware bezahlt wurden, die sich in der Herstellung befand. Bis heute wurden mehr als 23 Millionen Pfund ausgezahlt.
  • Wir haben uns zudem verpflichtet, zusätzliche Warenbestellungen im Wert von 370 Millionen Pfund anzunehmen, die bereits fertiggestellt oder noch in Produktion waren. Insgesamt belief sich der Lagerbestand inklusive zugesagter Warenbestellungen von Primark auf fast 2 Milliarden Pfund, während alle Primark-Geschäfte geschlossen blieben.
  • Die Standard-Zahlungsbedingungen von Primark von 30 Tagen gelten weiterhin.
  • Wir haben unseren Zulieferern auch bestätigte Liefertermine für Bestellungen mitgeteilt, die sich aufgrund der Saisonabhängigkeit verzögert haben.
  • Im April haben wir unsere Unterstützung für den Covid-19-Aktionsplan für die globale Bekleidungsindustrie angekündigt, der von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gesteuert wird. Als Partner der Initiative arbeiten wir weiterhin auf eine koordinierte globale Antwort auf anhaltende branchenweite Probleme hin.
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