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BESCHAFFUNG VON ROHMATERIALIEN

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Die Produkte von Primark werden aus den unterschiedlichsten Natur- und Chemiefasern hergestellt. Baumwolle gehört zu den wichtigsten natürlichen Textilfasern, die wir verwenden; aber auch andere spielen eine wichtige Rolle in der Produktion. Bei der Wahl der Rohstoffe zählt für uns ausschließlich eine verantwortungsvolle Beschaffung.

RÜCKVERFOLGBARKEIT DER ROHSTOFFE

Primark kauft keine Rohstoffe direkt. Die Verantwortung für die Beschaffung der Rohstoffe, die in unseren Produkten Verwendung finden, liegt vielmehr bei den von uns zugelassenen Fabriken oder Lieferanten.

Primark hat sich der SCAP-Initiative (Aktionsplan für nachhaltige Kleidung) der Umweltexperten WRAP angeschlossen. Gemeinsam mit anderen Mitgliederorganisationen aus der Textilbranche erarbeitet Primark konkrete gemeinsame Zielvorgaben für den Sektor. Die SCAP-Initiative bezweckt außerdem, dass die Rückverfolgbarkeit von verwendeten Rohstoffen in der Lieferkette verbessert wird. Mit Hilfe unserer Lieferanten liefern wir SCAP Daten über die Art und Menge der in unseren Produkten verwendeten Rohstoffe. Außerdem wird das Ursprungsland der verwendeten Rohstoffe und Textilien registriert, damit wir nachvollziehen können, woher sie ursprünglich stammen.

Mit der Rückverfolgung von Rohstoffen ist es aber nicht getan. Wir möchten darüber hinaus sicherstellen, dass unsere Rohstoffe nachhaltig beschafft werden. Den Anfang macht die Baumwolle.

BAUMWOLLE IM BLICKPUNKT

Eine Vielzahl unserer Produkte – von Pyjamas über T-Shirts und Jeans bis hin zu Stramplern, Bettwäsche und Handtüchern – haben einen hohen Anteil an natürlicher Baumwolle. Wir sind bestrebt, unseren Kunden diese Naturfaser aus nachhaltigem Anbau verstärkt anzubieten und das zu erschwinglichen Preisen.

Was also verstehen wir unter nachhaltiger Baumwolle? Wir von Primark verstehen darunter Baumwolle, deren Produktion die Umwelt weniger belastet, indem die Bauern beim Anbau weniger Pestizide, Düngemittel und Wasser verwenden, und die den Bauern durch höhere Erträge aber auch ihren Lebensunterhalt sichert. Langfristig gesehen streben wir eine nachhaltige Beschaffung sämtlicher Baumwollbestände in unserer Lieferkette an.

Die Baumwoll-Lieferkette ist bekanntlich sehr komplex. In den ländlichen Gegenden von Indien, China und Pakistan wird Baumwolle oft von Kleinbauern angebaut, die nur begrenzte Kenntnisse der umweltfreundlichen Anbaumethoden haben und so gut wie keine oder keine Unterstützung oder formelle Ausbildung erhalten.

Deshalb haben wir 2013 gemeinsam mit den Agrarexperten CottonConnect und der SEWA (Verband der selbstständigen Frauen) das Primark-Programm für nachhaltige Baumwolle ins Leben gerufen.

Weil wir direkt an der Quelle der Lieferkette ansetzen, können wir unsere Baumwolle entlang der Lieferkette direkt vom Baumwollfeld bis in unsere Stores zurückverfolgen. Dies gibt uns und unseren Kunden volles Vertrauen in die nachhaltige Herkunft der verwendeten Baumwolle, ihre geringere Umweltbelastung sowie die positiven Auswirkungen auf die Lebensgrundlage der Kleinbauern.

Das Programm startete mit 1.251 Kleinbäuerinnen aus dem indischen Bundesstaat Gujarat und hat tiefgreifende Veränderungen mit sich gebracht. Die Baumwolle ist hochwertiger geworden, und die Kleinbäuerinnen, die das Schulungsprogramm nach drei Jahren abgeschlossen hatten, konnten ihre Gewinne um nahezu 200 % steigern. Viele der Bäuerinnen haben ihre Gewinne in Agrargeräte und -maschinen für ihre Betriebe investiert, damit die Ausbildung ihrer Kinder finanziert oder ihre Wohnverhältnisse und ihren Lebensstandard verbessert.

Das Programm wurde mittlerweile auch auf Pakistan und China ausgeweitet, ebenfalls zusammen mit CottonConnect und Partnern vor Ort, darunter der Gesellschaft für Bildung und Ausbildung der ländlichen Bevölkerung und wirtschaftliche Entwicklung in Pakistan sowie dem Kooperationspartner Heping Cotton Farmers’ Cooperative in China. Bis 2022 werden mehr als 160.000 Bäuerinnen über das Know-how und die nötigen Mittel verfügen, um Baumwolle auf natürlichere und nachhaltigere Weise anbauen zu können.

Außerdem setzen wir die im Rahmen dieses Programms angebaute Baumwolle bereits in einigen unserer besonders nachgefragten Produktsortimente ein wie z. B. bei Schlafanzügen, Jeans und Heimtextilien. Für den Kunden macht dies preislich keinerlei Unterschied. Aber das ist erst der Anfang. Unser langfristiges Ziel ist der nachhaltige Anbau der gesamten von uns verwendeten Baumwolle.

Kanchanben ist eine 40-jährige Bäuerin in Indien, die über das Sustainable Cotton Programme geschult wurde. Auf 2,5 ha ihres Landes baut sie Baumwolle an. Kanchanben hat gelernt, wie sie den Pestizidverbrauch um 50 % senken und ihren Baumwollertrag steigern kann. Mit diesem höheren Verdienst hat sie die Ausbildung ihrer Kinder finanziert.

Klicken Sie auf „Wiedergabe‟, um das Programm in Aktion zu sehen.

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