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Jayne Bibby

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September

04/2017

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Primark Emma Gannon

Was sind eigentlich Millennials?

Von Emma Gannon

Mit unserer neuen Kolumne Meine Generation  feiern wir die Lifestyles und Lebenseinstellung verschiedener Generationen und zeigen euch, was jede von ihnen so einzigartig macht. Emma Gannon hat einen preisgekrönten Blog und schreibt für verschiedene Zeitungen und Magazine, darunter der britische Telegraph und Teen Vogue. 2016 veröffentlichte sie mit „CTRL ALT DELETE: How I Grew Up Online“ ihr Memoir über die Generation der Millennials. Sie erzählt, was es mit den Millennials wirklich auf sich hat und weshalb sie so stolz ist, zu dieser Generation gehören zu dürfen.

Wenn man dieses Wort googelt, tauchen die irrsten Dinge aus den Tiefen des Internets über diese junge Generation auf. Wusstet ihr schon, dass Millennials chronisch narzisstisch sind? War euch bekannt, dass sie total faule Weicheier sind, die viel härter werden müssen? Oder habt ihr gewusst, dass sie sich kein eigenes Haus leisten können, weil sie wie besessen von getoastetem Brot mit Avocado sind? Meine Generation ist eine Generation, über die sich das Internet und die Medien gerne lustig machen. Lol #Millennials! Die wissen ja überhaupt nicht, was sie tun! Sie rennen in fahrende Autos, weil sie gerade mal wieder am Vloggen sind!

 

Obwohl es ziemlich verlockend sein mag, die erste mit dem Internet aufgewachsene Generation als dumm und viel zu selbstbezogen darzustellen, sehe ich das mit dem Internet vielmehr als unsere Stärke an. Ich bin stolz darauf, Millennial zu sein. Ich spreche natürlich nicht für alle. Nicht jede Generation wächst zu einer gesichtslosen, homogenen Gruppe zusammen, aber die Technologie, mit der ich aufgewachsen bin, hat mir beruflich wie auch privat enorm geholfen. Mit 14 habe ich Programmieren gelernt. Ich habe auch gelernt, wie ich Probleme online selber lösen kann. Meine Website habe ich selbst auf die Beine gestellt und ich kann gut mit anderen kommunizieren. Wie viele andere Millennials so weiß ich auch, dass viele von uns selbst ihre eigenen Jobs geschaffen haben. Und ja, meine gesamte Karriere und mein Einkommen stützen sich auf das Internet! Alles, was ich brauche, ist mein Laptop und ein Handy und die Welt steht mir offen.

 

Millennials tun sich häufig mit der alten Arbeitsplatzstruktur schwer. Sie ist ihnen einfach zu Old-School. Wir sind damit aufgewachsen, immer den kürzesten Weg zu wählen, Dinge zu kreieren und der Zeit einen Schritt voraus zu sein und natürlich unsere Geräte bei jeder Gelegenheit upzugraden. Man hört öfter, dass es den Chefs aus der Babyboomer-Generation schwer fällt, mit uns Millennials zusammenzuarbeiten, weil wir den Status quo ständig hinterfragen und neue Arbeitsmethoden vorschlagen. Nicht gut für die Hierarchie, aber gut für unsere ideenreiche Generation.

Tatsache ist, dass Millennials bereits einen ziemlich großen Anteil der berufstätigen Bevölkerung ausmachen und „unsere“ Art zu arbeiten sich daher nicht einfach unter den Teppich kehren lässt. 

 

Bis 2020 werden wir über die Hälfte des Arbeitskräftepotenzials stellen. Studien zeigen, dass wir mittlerweile am häufigsten geschäftlich verreisen. 75 % von uns würden eine Gehaltskürzung hinnehmen, um für ein Unternehmen zu arbeiten, das uns wirklich am Herzen liegt. Wir sorgen uns um unser Umfeld und die ganze Welt und wir wollen unser Berufs- und Privatleben frei gestalten. Wir sind eine Gesellschaftsgruppe, die es verdient hat, ernst genommen zu werden, die individuell behandelt werden möchte und der man zutraut, Unternehmen mit ihren einzigartigen Fähigkeiten und auf völlig neue Art und Weise zum Wachstum zu verhelfen, und die ihren Einfluss für gute Zwecke einsetzen wird.

 

Millennials werden häufig als faul tituliert, weil wir auf alte Traditionen am Arbeitsplatz pfeifen. Wir sind eigentlich alles andere als faul: Wir sind die Generation, die wohl eher an Burnout erkranken wird, weil wir uns viel zu stark einsetzen. Unsere Ambitionen im Internet halten uns davon ab, die Kunst des Chillens zu perfektionieren.

 

Denn wenn's ums Chillen geht, blicke ich zur Generation X auf. Diese Generation hat in den 90ern die krassesten Partys gefeiert und wird als die „coolen Eltern“ von heute beschrieben, die sich weder auf Arbeit noch zu Hause allzu ernst nehmen. Ich habe die Autorin von „Whatever Happened to Generation X“, Tiffanie Darke, interviewt und muss sagen, sie ist der Prototyp dieser Generation. Sie ist Karrierefrau und Mutter und schafft es trotzdem, auszugehen und zu feiern. Ich bin in meinen Zwanzigern, bleibe aber häufig lieber zu Hause und gieße meine Pflanzen … Dafür gibt es eigentlich genug Zeit und ich werde mir mal ein Beispiel an Tiffanies Buch nehmen und einfach häufiger in die Kneipe oder Bar gehen, vielleicht sogar ohne mein Telefon.

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