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Jayne Bibby

STYLE EDITOR

Juli

20/2017

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THE REMARK PRIMARK

The Re:Mark: Genau mein Fall …

Notizblöcke, Stifte, Highlighter, Klebezettel, Hefter, Tacker, Büroklammern, Scheren und so weiter und so fort – mein Schreibtisch ist voll davon. Das ist schon komisch, denn ich verfasse den Großteil meiner Ideen und Artikel auf meinem Handy. Warum gelingt es mir also noch immer nicht, an einem Schreibwarengeschäft vorbei zu gehen, ohne hineingehen zu müssen? Woran liegt es, dass wir uns zu Beginn einer neuen Saison unbedingt einen neuen Notizblock zulegen wollen? Es geht einfach nichts über ein leeres Blatt Papier – und hier erfahrt ihr warum! 

THE RE:MARK PRIMARK

Schreibwaren erinnern mich an meine Zeit in der Schule, als ein neues Halbjahr nicht ohne ein neues Paar Schuhe, eine neue Schultasche und – ganz wichtig – neue Schreibblöcke hätte beginnen können. Sie gehörten ganz allein mir und nicht der Schule. Ich konnte darin schreiben und vorne ein Graffiti draufmalen, ohne dabei in Schwierigkeiten zu geraten. Ich konnte aber auch überall kleine Liebesherzchen für meinen damaligen Freund hinkritzeln und somit den langweiligen Matheunterricht etwas besser ertragen.


Ein paar Jahre später und es gibt noch immer nichts Besseres für mich, als mir einen neuen Notizblock auszusuchen und zu überlegen, wofür ich ihn verwenden werde. Schreibwaren sind mit vielen großen Erinnerungen verbunden und obwohl manche von uns von ihnen geradezu besessen sind sie mehr zu schätzen wissen als andere, habe ich noch nie jemanden sagen gehört, dass er sie hasst.

 

Ich gehöre zu denjenigen, die den ganzen Tag lang auf den Bildschirm starren und alles Wichtige in eine Word-Datei tippen. Wenn aber ein Meeting ansteht, nehme ich trotzdem am liebsten Stift und Papier zur Hand. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich organisierter fühle. Mir auf einem Blatt Papier Notizen zu machen und meine Termine festzulegen, gibt mir eine gute Übersicht über die bevorstehende Woche. Und die To-Do-Listen … ja, es gibt nichts Tolleres als To-Do-Listen … Ich bekomme immer noch einen Kick, wenn ich am Ende das Tages etwas von meiner Liste streichen kann – jedes Mal! Geht euch das auch so?

 

Wenn ich aber unterwegs bin, erstelle ich alle meine Einkaufslisten auf meinem Handy. Sogar meine Kolumne schreibe ich damit morgens im Zug, weil ich Angst habe, dass ich sonst einen Gedanken oder eine Idee vergessen könnte.


Es ist mir schon etliche Male passiert, dass ich eine super Idee für einen Artikel, eine Kolumne oder ein Kapitel hatte, bei der ich mir sicher war, dass ich sie nicht vergessen würde. Dann, eine Stunde später, war ich am Heulen, weil ich sie komplett vergessen hatte. Mein Telefon habe ich immer dabei und da gibt es eben keine Ausrede mehr. 

Genüsslich durch die einzelnen Seiten eines Magazins zu blättern, ruft die gleichen Gefühle hervor, wie mit einem Notizblock fest an die Brust gedrückt, zu einem Meeting zu gehen. Wir mögen zwar in einem digitalen Zeitalter leben, doch das heißt nicht, auf das Gefühl, ein echtes Blatt zwischen den Fingern zu haben, verzichten zu müssen. Und ich bin mir sicher, dass ich nicht die einzige bin, die ihren Block mit den eigenen Initialen versehen hat, so wie wir es als Schulkinder mit unserem Schreibzeug taten, nur etwas erwachsener eben. Ja, so ist es …

 

Tablets als Notizblock zu verwenden, hat sich nie wirklich durchsetzen können. Sie eignen sich genauso wenig als Kamera, das weiß jeder, der bei einer Modewoche schon einmal hinter den ganzen Leuten, die Bilder mit ihren Tablets machen, saß. Smartphones sind aber ganz anders. Sie sind handlich, passen immer in die Hand- oder Jackentasche und man kann sich Notizen machen und gleichzeitig Musik hören sowie Anrufe annehmen oder Textnachrichten schreiben. Das ist der Traum eines Stadtmenschen und so etwas wie ein Lebenselixier. Es lässt sich praktisch alles mit ihnen machen, sogar Meditationskurse am Ende eines stressigen Tages. Namaste.

 

Stift und Papier in die Hand zu nehmen und die eigenen Gedanken aufzuschreiben, ob im Tagebuch, beim Brainstorming oder auf Reisen, hat schon etwas Romantisches. Wir organisieren nicht nur unser Leben in einem Notizblock, wir vertrauen es ihm sogar an.

 

Eine Sache, die nie aus der Mode kommen wird, ist das Gefühl, eine handgeschriebene Nachricht oder einen Brief in der Hand zu halten. Jemand hat sich die Zeit genommen, sich hinzusetzen und dir zu schreiben – das ist von viel größerer Bedeutung, als eine Nachricht auf Facebook oder dem Handy zu bekommen. Ist diese Hingezogenheit zur Schulzeit, die wir alle verspüren, nichts anderes als eine Sehnsucht nach Kontrolle und Unabhängigkeit? Vielleicht, und das lasse ich hier mal so stehen. Ich habe gerne immer alles unter Kontrolle und das ganz klar mit einem richtig schicken Notizblock und Stift!


@jaynebibby

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